Ein „Large Language Model“ (LLM), auf Deutsch großes Sprachmodell, ist ein KI-Modell, das mit sehr großen Textmengen trainiert wurde und dadurch Sprache verarbeiten und erzeugen kann. Vereinfacht gesagt berechnet es Stück für Stück, welche Fortsetzung am besten zu einer Eingabe passt. So entstehen Antworten, Zusammenfassungen, Übersetzungen oder Textentwürfe. Bekannte Beispiele sind die GPT-Modelle von OpenAI, auf denen ChatGPT basiert, Gemini von Google, Claude von Anthropic, Llama von Meta und die Modelle des französischen Anbieters Mistral AI. Im Marketing stecken LLMs hinter vielen Werkzeugen, von der Textassistenz bis zur Auswertung von Kundenfeedback. Weil ein Sprachmodell Wahrscheinlichkeiten berechnet, statt Fakten wie in einer Datenbank nachzuschlagen, können seine Antworten überzeugend klingen und trotzdem falsch sein (siehe KI-Halluzination). Sein Wissen aus dem Training reicht zudem nur bis zu einem Stichtag, dem Knowledge Cutoff. Zunehmend wichtig wird eine zweite Rolle: LLMs beantworten Fragen wie „Welcher Anbieter ist in meiner Region empfehlenswert?“ und nennen dabei konkrete Unternehmen. Wie Firmen in solchen Antworten vorkommen, ist Gegenstand der Generative Engine Optimization.
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