Einfaches Aufsetzen von Instagram Shopping

Instagram Shopping stellt ein neues Feature dar, das Unternehmen, Influencern und Bloggern die Möglichkeit bietet, ihre Produkte über ein digitales “Schaufenster” innerhalb der App zu bewerben und vertreiben. Zusätzlich können Produkte in organischen Beiträgen oder Stories markiert werden, um verstärkt darauf aufmerksam zu machen.

Da Instagram Shopping für Unternehmen zukünftig zunehmend wichtig wird, zeigen wir Ihnen in vier Schritten, wie Sie Instagram Shopping aufsetzen können!

1. Unternehmensprofil einrichten

Im ersten Schritt muss die eigene Instagram Seite zu einem Unternehmensprofil umgewandelt werden. Hierfür bietet Instagram glücklicherweise detaillierte Checklisten, die bei der Einrichtung des Unternehmensprofils beachtet und erfüllt werden müssen. Beispielsweise muss das Unternehmen in einer Region angesiedelt sein, die von Instagram unterstützt wird. Zudem können nur Produkte und keine Dienstleistungen verkauft werden. Das Instagram-Profil muss anschließend mit einem Facebook Profil verbunden werden, um auf die Katalogisierung zugreifen zu können.  

2. Katalog einrichten via Facebook

Bevor Sie einen Facebook-Katalog einrichten, sollten wir zunächst einmal erklären, was es damit auf sich hat. Prinzipiell kann man sich den Facebook-Katalog wie einen klassischen Werbekatalog vorstellen – er beinhaltet alle relevanten Informationen zu den Artikeln, die beworben oder vertrieben werden sollen, hier jedoch mit dem Fokus auf Facebook und Instagram. Die Einrichtung des Katalogs ist relativ einfach, da man hier von Facebook durch den Prozess geführt wird. Man sollte jedoch darauf achten, bei der Kategorie “E-Commerce” auszuwählen, damit man seine Shopping-Tags in Posts implementieren kann. 

3. Business Überprüfung durchführen

Anschließend lässt sich in der InstagramApp die Option “Business” auswählen. Hierbei kann man sich einer Überprüfung unterziehen, die den Account für die Nutzung von Instagram Shopping genehmigt. Die Überprüfung kann jedoch bis zu 1,5 Wochen dauern. Daher gilt es, geduldig zu sein.  

4. Content Erstellung

War die Überprüfung erfolgreich, sollte der Fokus nun auf der Erstellung des Contents liegen. Schließlich können und vor allem sollten Fotos und Videos dazu genutzt werden, die unternehmenseigenen Produkte zu verlinken. Hierbei sollte der Content möglichst gut gewählt werden bspw. durch hochwertige Produktfotos. Wie immer gilt, dass der eigene Content perfekt auf die Zielgruppe abgestimmt werden muss.

Da die Funktionen bei Instagram stets ausgearbeitet und verbessert werden, sollte man sich ausführlich mit den einzelnen Updates beschäftigen. Ein Beispiel für eine solche Neuerung ist die Karussell-Post-Funktion, mit denen sich bis zu 20 Produkte statt der üblichen 5 verlinken lassen. Somit lassen sich ganze Produktlinien oder Kollektionen bewerben. In naher Zukunft soll zudem eine komplette Geschäftsabwicklung innerhalb der App ermöglicht werden. Wichtig ist hierbei, aus Sicht des Kunden zu denken und die Faktoren zu berücksichtigen, die ihnen wichtig sein könnten. Letztendlich sollte es Ihr Ziel sein, den Kaufprozess so unkompliziert und schnell wie möglich zu gestalten.  

Fazit

Instagram Shopping ist zwar ein relativ neues Feature, gerade deswegen ist die frühzeitige Nutzung und das kontinuierliche Auseinandersetzen hiermit umso wichtiger, da man nur so alle Funktionen komplett verstehen und für die unternehmenseigenen Zwecke optimieren kann. Dazu kommen eine Vielzahl von Vorteilen: Es beeinflusst den Kaufentscheidungsprozess positiv, die Platzierung und Inszenierung der Produkte ist sehr einfach und bedarf nicht allzu viel Aufwand. Außerdem wird für die Nutzer wird der genaue Preis sofort ersichtlich. Dadurch, dass sich organische Beiträge ebenfalls mit den Produkten bewerben lassen, wird die Reichweite ungemein vergrößert und die Werbung erscheint glaubwürdiger als bei regulären “Sponsored Posts”.  

Fünf Schritte zur Entwicklung einer Instagram Content Strategie

Der Begriff Content-Strategie bezeichnet die strategische Planung, Erstellung und Verbreitung von Inhalten. Das Ziel einer Content-Strategie ist es, die Effizienz des Content Marketings von Unternehmen zu steigern. Dazu gilt es, mit kreativen Ideen und überzeugenden Argumenten Ihrer Inhalte Emotionen bei der jeweiligen Zielgruppe auszulösen. Dadurch sollen Wiedererkennungswert sowie ein Gemeinschaftsgefühl geschaffen werden. Um dieses zu erreichen sind im folgenden 5 Tipps aufgeführt, die Ihnen helfen, eine erfolgreiche Content-Strategie zu entwickeln.

1. Ziele festlegen

Zu Beginn einer Content-Strategie muss festgelegt werden, welche konkreten Ziele erreicht werden sollen. Ihre Inhalte können Nutzer zu unterschiedlichen Aktionen motivieren. Mehr Besucher auf Ihrer Website, höhere Absatzzahlen, Markenbekanntheit, Steigerung der Kundenbindung oder die Suche nach kompetenten Mitarbeitern sind nur ein paar der möglichen Entwicklungen, die Sie mithilfe von Instagram erreichen können.

Einige Ziele lassen sich parallel verfolgen, dennoch sollte man sich als Unternehmen darauf konzentrieren, welche Interessen Priorität haben und die vorhandenen Ressourcen entsprechend einsetzen.

2. Verwendung der verschiedenen Instagram Content-Arten

Um eine wirklich erfolgreiche Content-Strategie zu entwickeln sollte ein Mix der verschiedenen Instagram Content-Arten verwendet werden. Neben den üblichen Bild Postings hat Instagram über die Jahre noch weitere Funktionen hinzugefügt, wie Storys, IGTV  sowie kürzlich Reels. Diese sollten nach Möglichkeit auch genutzt werden. Nutzer zeigen inzwischen vermehrt Reaktionen auf Storys oder IGTV, da hier eine Nähe zu dem Unternehmen vermittelt wird und Inhalte lebendiger geteilt werden können. Da aber jeder Follower verschiedene Präferenzen hat, darf sich nicht nur auf eine Funktion konzentriert werden, denn die Vielfalt der Inhalte und deren Präsentation ist entscheidend.

Alex Bracken – unsplash.com

3. Posting Frequenz

Im privaten Bereich ist es legitim unregelmäßig oder auch zusammenhangslose Bilder zu posten. Als Unternehmen kann man sich dieses Postingverhalten allerdings nicht leisten. Ein konsequenter Auftritt ist wichtig, denn Beiträge ohne Aussagekraft oder Regelmäßigkeit wirken auf den Nutzer unseriös.

Der Content sollte im Voraus geplant werden, damit in einem regelmäßigen Rhythmus gepostet werden kann. Der entsprechende Rhythmus kann Ihnen bei Sichtbarkeit und Akzeptanz nützen, allerdings sollte man nicht zu viel posten, da die Konsumenten sonst bedrängt werden.

In der Regel gibt es Rhythmen, die positive Resonanz bewirken. Das hängt jedoch stark von der Zielgruppe und der Branche ab. Beispielsweise sind arbeitende Menschen eher abends auf Instagram anzutreffen, während jüngere Zielgruppen, wie Schüler, meist auch gegen Mittag aktiv sind. Dementsprechend gilt es verschiedene Postingzeiten auszuprobieren und Anpassungen vorzunehmen. Entwickelt man einen gelungenen Rhythmus, sollte man diesen konsequent verfolgen.

Unser Expertentipp:

Expertentipp: Erstellen Sie einen eigenen Postingplan, um diesen eben erwähnten Rhythmus einhalten zu können. Sie sollten mindestens eine Woche im Voraus festlegen, welche Bilder und Inhalte sie in dieser Zeit teilen wollen und diese vorbereiten. Wenn sie dies getan haben, gilt es den Content auf Ihre Postingzeiten abzustimmen.

4. Follower

Ihr Content sollte immer Ihren Followern angepasst sein, sowohl zeitlich (Frequenz), als auch inhaltlich. Sie sollten diese genau kennen und wissen welche Informationen Ihre Follower benötigen und somit den Content auf deren Interessen abstimmen.

Zu Beginn lässt sich kaum vorhersagen, wie eine optimale Social-Media-Strategie abläuft, denn der Austausch mit den Nutzern muss berücksichtigt werden. Themen sollten abwechslungsreich gewählt werden, denn Instagram-User wollen einen Mehrwert erhalten.

Likes sind oft ein guter Indikator für Akzeptanz, je nach Ziel der Kampagne sind aber auch andere Faktoren zu berücksichtigen. Suchen Sie beispielsweise qualifizierte Mitarbeiter, können diese Zielgruppen mit entsprechenden (thematisch passenden) Beiträgen erreicht werden. Auch die weitere Interaktion in Form von Kommentaren oder Reaktionen auf Storys sind sehr wichtig, da sich hier das Interesse der Follower ableiten lässt und man so ein allgemeines Bild über die wahrgenommene Qualität der Inhalte erhält.

5. Bildunterschriften

Texte unter Bildern sind ein, von vielen, unterschätztes Tool. Sinnvoll genutzt verhelfen Sie der Marke zu mehr Reichweite, sind die Inhalte jedoch nicht gut durchdacht, kann das für potentielle Interessenten sogar zum Ausschlusskriterium werden.

Verfolgen Ihre Zielgruppen weniger aktuelle Trends und suchen nach Seriosität, können Bildunterschriften ausführlicher mit Informationen gestaltet sein. Bei jüngeren Zielgruppen ist das Interesse nach längeren Texten dabei allerdings überschaubar. Daher arbeiten einige Unternehmen inzwischen nur noch mit Hashtags und ohne Texte, um dieser verkürzten Aufmerksamkeitsspanne gerecht zu werden und den Fokus auf Markenbranding via Hashtags zu legen. Letztere können für Nutzer die Suche erleichtern. Allerdings sollten nicht zu viele Hashtags benutzt werden, da eine hohe Anzahl dieser, auf Werbung und Spam hinweist und Nutzer abschreckt.

Wichtig ist, dass ein klarer Zusammenhang des Profils mit dem jeweiligen Texten besteht. Das gilt sowohl für den Schreibstil, als auch für die Menge an Text und Hashtags.

Jan Baborak – unsplash.com

Fazit

Mit der richtigen Content-Strategie können Sie ihre Zielgruppe ansprechen und sie durch gezielte Inhalte an sich binden. Wichtig ist nur, seine eigenen Ziele zu kennen, ein regelmäßiges Postingverhalten sowie das Nutzen der verschiedenen Instagram Funktionen. Ein seriöses einheitliches Profil, welches Content followergerecht plant und postet wird so schnell gewünschte Erfolge erzielen.

Vier Instagram Unternehmensprofil Tipps

Aus unserer eigenen Erfahrung als Agentur wissen wir, dass viele bei Instagram tätige Unternehmen die Möglichkeiten ihres eigenen Profils nicht vollständig ausnutzen. Dabei sind die Funktionen, wenn man sie erstmal kennt, eigentlich sehr einfach umzusetzen und bieten einen deutlichen Mehrwert für die eigene Präsenz. Einige dieser Funktionen und Tipps werden wir Ihnen in diesem Beitrag vorstellen und Ihnen hoffentlich dabei helfen, dass eigene Profil weiter zu verbessern und hervorzuheben!

1. Ihre Bio als Visitenkarte

Der erste Eindruck ist oftmals entscheidend. Auch wenn Instagram primär für Fotos und Videos genutzt wird, steckt in der Bio ein Potential, dass häufig ungenutzt bleibt oder sogar kontraproduktiv ist.   

Neben dem Profilbild (hierfür eignet sich in der Regel das Firmenlogo), werden Profil- und Nutzername angegeben. Der Profilname ist der erste Kontakt zum Kunden, dementsprechend empfiehlt es sich bereits hier einen Akzent zu setzen und am Wiedererkennungswert zu arbeiten. Ähnliches gilt für den darunterliegenden Benutzernamen. Durch die beim Benutzernamen zulässige Anzahl von bis zu 30 Zeichen kann dieser Platz jedoch auch noch sinnvoller genutzt werden indem z.B. Ihr Service beschrieben wird.   

Joofy Account – Instagram.com

Der Link in Ihrer Bio ist der ideale Weg, um mehr Traffic auf Ihrer Website via Instagram zu generieren. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Link auch wirklich funktioniert. Andernfalls werden potenzielle Kunden eher abgeschreckt. Es lässt sich maximal nur ein Link in der Bio einfügen. Durch Tools von Drittanbietern wie beispielsweise “Linktree”, ist es dennoch möglich den Nutzer auf mehrere Links hinzuweisen und somit mehr Sichtbarkeit für weitere Themen zu schaffen.  So können Ihre Follower ohne Umwege auf Ihre Hompage oder auf von Ihnen eingestellte Landingpages gelangen.

Ihre Bio sollte jederzeit einem Ziel unterstehen: Der Handlungsaufforderung (im Englischen: Call-to-Action oder CTA). Diese kann wiederum auf unterschiedliche Weise genutzt werden. Ihr Markenbranding kann durch das Einführen von Hashtags gestärkt werden, Sie können Follower auf weiteren Content (wie z.B. YouTube-Videos) aufmerksam machen oder mehr Traffic auf Ihre Website leiten.   

Unser Expertentipp:

Ausländische Drittanbieter wie bspw. Linktree agieren in Deutschland oftmals in einem datenschutztechnischen Graubereich, der durch das sich verschärfende Datenschutzgesetz zukünftig zu Problemen führen kann. Um dieses Risiko zu umgehen, können Sie sich mit nur wenig Aufwand einen eigenen Linktree erstellen und an Ihre Website anbinden. Bei weiteren Fragen zu diesem Thema unterstützen wir Sie natürlich gern!

2. Storys für Echtzeit-Erfahrung

Die Instagram Stories sind eine Funktion, um die Community mithilfe von kurzen Videos oder Fotos noch näher teilhaben zu lassen. Aktuelle Aktionen, Anlässe und Alltagsgeschehen lassen sich mit den Followern teilen. Nach 24 Stunden werden die Beiträge automatisch für die Öffentlichkeit gelöscht. Durch die Kurzlebigkeit kann der Kontakt persönlicher gestaltet werden, wodurch den Nutzern Nähe suggeriert wird.

Inzwischen wird die Funktion von über 500 Millionen Nutzern täglich genutzt, wobei insbesondere Videos Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Beliebte Contentideen sind beispielsweise die Vorstellung der Belegschaft, Einblicke hinter die Kulissen, anstehende Events oder Branchen-News.

Die Interaktionen können noch verstärkt werden durch Umfragen, ein Quiz oder Frage und Antwort Möglichkeiten. Hierdurch wird die eigene Story noch weiter aufgelockert und die Follower fühlen sich stärker eingebunden. Außerdem lernen auch Sie ihre Community noch viel besser kennen!

Unser Expertentipp:

Besonders wichtige und interessante Storys sollten unbedingt in den sogenannten „Story Highlights“ gespeichert werden. Die Story Highlights werden direkt unterhalb der Bio angezeigt und ermöglichen es Story Elemente dauerhaft zu speichern und anzuschauen!

3. Nutzen Sie die Instagram Insights

Instagram bietet Unternehmensprofilen weiterhin die Funktion „Insights“. Sie können bereits unter ihren Beiträgen die Anzahl der Kommentare und Likes sehen, welchen Nutzen haben für ein Profil daher noch die Insights? Diese liefern einen sehr detaillierten Einblick in die Statistiken, Zahlen und Daten ihres Profils und ihrer Zielgruppe und sind damit essentiell für die Optimierung ihrer Kundenansprache.

Joofy Account – Instagram.com

Im Hinblick auf Ihre Community sind das Alter, das Geschlecht und die demografischen Kennzahlen besonders interessant. Diese Zahlen werden mithilfe von den Instagram Insights grafisch aufbereitet und bieten als Statistiken einen guten Überblick über die Personen hinter den Profilen. Ein weiterer wichtiger Faktor der Insights sind die Kennzahlen der Beiträge und Stories und wie erfolgreich diese waren. Hier spielen besonders die Reichweite und die Impressionen bzw. die Views der Story eine große Rolle. Was genau sich hinter diesen Begriffen verbirgt, erklären wir Ihnen hier. Mit diesem Wissen zu ihrem Profil und dessen Community lassen sich nun die nächsten Schritte ableiten. Hierfür ist es wichtig, die Statistiken richtig zu interpretieren und im Anschluss den Content und die Ansprache fortlaufend zu optimieren und anzupassen.

Unser Expertentipp:

Innerhalb der Insights wird ebenfalls ersichtlich, zu welcher Uhrzeit Ihre Follower am aktivsten sind. Achten Sie bei ihrer nächsten Veröffentlichung darauf, dass sich diese in der Zeit mit der höchsten Aktivität der Community befindet, um noch mehr Traffic zu generieren!

4. Vom Privat- zum Business-Account

Wenn Sie sich dazu entscheiden, einen eigenen Instagram Account zu erstellen, wird Ihr Profil standardmäßig vorerst als privates Profil erstellt. Anschließend lässt sich in den Einstellungen die Option auswählen, Ihr  Profil in einen Business-Account umzuwandeln. Der Prozess ist recht simpel und Instagram führt Sie durch die einzelnen Schritte.   

Obwohl optische Unterschiede nur marginal erscheinen, kann der Umstieg Ihrem Profil wertvolle Möglichkeiten bieten. Die wichtigste Funktion um den Kundenkontakt anzuregen, ist der ,,Kontaktieren”-Button, welcher in der Bio erscheint. Wird dieser angeklickt, besteht die Möglichkeit direkt eine Mail an das Unternehmen zu verfassen oder einen Anruf zu tätigen. Sowohl Mailadresse als auch Telefonnummer kann vorher durch Sie hinterlegt werden. Zudem können Informationen über den Standort des Unternehmens eingeholt werden, die sogar durch eine Karte visualisiert werden können.  Beim Erstellen neuer Beiträge, werden Sie schnell den ,,Promote”-Button wahrnehmen. Mit dieser Funktion lassen sich einzelne Beiträge bewerben.   

Top 10 Instagram Begriffe

Die wichtigsten Begriffe für Ihren Instagram Alltag

In unserem Blog gehen wir auf die Relevanz von Social Media ein und erläutern, was aus Unternehmenssicht vorteilhaft sein kann. Doch bevor wir zu tief in die Materie einsteigen, erläutern wir die Top10 Begrifflichkeiten, mit denen Unternehmer die auf Instagram aktiv werden wollen kennen sollten. In zukünftigen Beiträgen werden immer wieder Termini aus diesem Glossar auftauchen, falls also Unklarheiten aufkommen, lohnt sich immer mal wieder ein Blick auf unsere Top10. 

Feed:

Der Instagram-Feed ist der Teil des Profils, in dem Nutzer Ihre Beiträge sehen können. Die neusten Beiträge werden oben gelistet. Bereits hier kann ein bleibender Eindruck hinterlassen werden. Eine ansprechende Gesamtoptik kann dem Markenbranding helfen.  

Neuigkeiten, die Ihnen angezeigt werden, erscheinen im sogenannten Newsfeed. Hier werden Ihnen Beiträge von anderen Seiten angezeigt. Der ursprünglich chronologische Aufbau wurde dem Ziel der Personalisierung inzwischen untergeordnet, weswegen dem Nutzer die News angezeigt werden, die die App für relevant hält. 

Follower:

Beschreibt all die Nutzer, die Ihren Account abonniert haben und daher Ihre Beiträge sehen. 

Posting:

Postings sind die Beiträge, die Sie mit Ihren Followern teilen. Hierbei gibt’s viele unterschiedliche Formen von Postings. Gängig sind bei Instagram Fotos und Videos, die mit Bildunterschriften versehen werden können. Die Beiträge werden in Ihrem Feed angezeigt, bis diese von Ihnen gelöscht werden.  

Caption:

Betitelungen der Beiträge werden bei Instagram als ,,Captions” bezeichnet. Diese sollten als elementarer Bestandteil des Postings angesehen werden, denn sie entscheiden mit, wie Nutzer reagieren und interagieren. Die Länge der Texte sollte dabei der Zielgruppe angepasst sein. Beispiel: Informative Beiträge können durchaus mit längeren Texten versehen sein, während Postings, die der Unterhaltung dienen, eher eine geringe Aufmerksamkeitspanne haben. 

Community:

Als Community bezeichnet man die Gesamtheit aller Follower eines Accounts. Die jeweilige Community zeichnet sich dadurch aus, dass sie gemeinsame Interessen haben. Beispielsweise im Bereich Mode, Technik oder Lifestyle. Die App Instagram zeichnet sich dadurch aus, dass die Follower schnell eine sehr starke Bindung zu dem Account aufbauen.  

Hashtag:

Eine gängige Methode der Kommunikation auf Instagram. Hierbei werden markante Begriffe, die im Kontext passen, unter Beiträgen mit Hashtags versehen. Dadurch wird die Reichweite gesteigert, die Sichtbarkeit erhöht, das Finden durch Sucheingaben gefördert und das Markenbranding verbessert 

Story Views:

Stories sind eine Form von Beiträgen, die nicht im Feed angezeigt wird, da diese nur maximal 24 Stunden online sind. Durch Klicken auf das Profilbild des Accounts, können die Stories gesehen werden. Verhältnismäßig schaut ein Follower sehr viel häufiger eine Story eines Accounts. Aus diesem Grund sollte die Funktion nicht vernachlässigt werden, da sie durch ihren spontanen und ungestellten Charakter sehr stark zur Bindung der Follower beiträgt, z.B. durch einen Einblick in den Arbeitsalltag. 

Engagement Rate:

Soziale Netzwerke leben von Interaktionen. Unternehmensaccounts nutzen Instagram unter anderem zum Generieren von Reichweite, was durch Interaktionen unter Beiträgen gut messbar gemacht werden kann. Daher sollten man in Postings immer versuchen, zur Interaktion aufrufen. Mithilfe der Interaktionen und Aktivitäten der Community lässt sich eine Engagement Rate berechnen. Betrachtet werden können dabei einzelne Beiträge, Kampagnen oder auch ganze Profile. Eine Engagement Rate sagt demnach aus, wie interaktiv Ihre Community auf Ihrem Profil ist. 

Insights:

Der zunehmende wirtschaftliche Aspekt von Instagram motiviert das Netzwerk immer wieder neue Funktionen einzubetten, die das Medium für Unternehmen attraktiv macht. Die InsightsRubrik liefert eine Vielzahl an Statistiken, durch die Analysen in Bezug auf u. a. die Zielgruppe, optimale Zeiten für Postings oder die Aktivitäten der Follower ermöglicht werden 

Reichweite und Impressionen:

Reichweite bezieht Instagram auf die Anzahl an Profilen, denen ein Beitrag angezeigt wurdeImpressionen beschreiben hingegen die Menge an Aufrufen. Betrachtet ein Nutzer einen Beitrag mehrmals mit demselben Profil, steigt die Anzahl an Impressionen, während die Reichweite gleich bleibt 

Warum Ihr Unternehmen nicht auf Instagram verzichten kann!

Was ist Instagram?

Entstanden ist die App 2010. Als werbefinanzierte Foto- und Videoplattform konnte ein schnelles Wachstum generiert werden, weswegen Facebook 2012 für 1 Milliarde US-Dollar die Rechte mitsamt der 3 Millionen Nutzer erwarb. Der Fokus liegt auf der Nutzung über die Smartphone-App, denn im herkömmlichen Browser sind einige Optionen eingeschränkt.

Inzwischen zählt das Netzwerk 1 Milliarde monatliche Nutzer. Allein in Deutschland werden inzwischen wöchentlich 13 Millionen aktive User generiert. Der deutsche Markt hat einen Anteil von 9%, was erstaunlich ist, wenn man die Größenrelation bedenkt. Dank der Übernahme durch Facebook lassen sich Konten und Inhalte miteinander verknüpfen, wodurch ein plattformübergreifendes stringentes Auftreten ermöglicht wird.

Welche Funktionen bietet Instagram?

Ein Grund für das stetige Wachstum der App ist, dass immer wieder neue Funktionen entwickelt werden, oder Funktionen, die sich bei anderen Anbietern bewährt haben, adaptiert werden.

2016 wurde die Story-Funktion eingeführt. 24 Stunden bleibt ein Story-Beitrag online, bis dieser automatisch gelöscht wird. Diese Form von “Schnelllebigkeit” hat Snapchat zu Reichweite verholfen und wurde in abgewandelter Form von Instagram übernommen.

Anfangs fungierte Instagram primär im Privatbereich. Das schnelle Wachstum der Plattform rief jedoch immer mehr Unternehmen auf den Plan, weswegen von Seite des Netzwerks zunehmend Funktionen eingeführt werden, die für Unternehmen reizvoll sind. Während in der früheren Phase von Instagram ein Unternehmen weitestgehend aus Prestigegründen vertreten war, entwickelte sich über die Zeit auch ein distributioneller Nutzen der Plattform. Ein eigenes Shopsystem wurde implementiert und zeitnah soll eine komplette Geschäftsabwicklung innerhalb der App bereitgestellt werden.

Zuletzt erlangte das Medium “TikTok” Aufmerksamkeit, welches kurze Videos mit musikalischer Unterlegung präsentiert. Die hohe Akzeptanz führte dazu, dass Instagram mit einem ähnlichen Modus reagierte, um Abgänge zu vermeiden. Dieses Beispiel zeigt wie schnell der Wandel in sozialen Medien voranschreitet.

Wer nutzt Instagram?

Wie bereits erwähnt, zählt die Plattform inzwischen eine Milliarde monatliche Nutzer. Mit 5% Wachstumsquote pro Quartal ist es das am schnellsten wachsenden Medium. Doch wer sind die Nutzer? Und gehören auch Ihre Kundengruppen dazu?

Geschlechterspezifische Trends lassen sich nicht großartig ableiten. Mit zunehmendem Alter steigt die Tendenz nach einem leichten Frauenplus, dennoch ist die Gesamtsumme sehr ausgeglichen. Den größten Anteil haben die 25-34-Jährigen, dicht gefolgt von der Gruppe der 18-24-Jährigen. Instagram durchzieht jedoch alle Altersgruppen. Im Bereich der 45-54-Jährigen weist die Plattform 72,2 Millionen Nutzer auf und die Altersgruppe von 65 und älter ist mit 17,4 Millionen Nutzern ebenfalls stark besetzt.

Die durchschnittliche Verweildauer ist für Unternehmen interessant, da man daraus ableiten kann, wie wahrscheinlich es ist, gesehen zu werden. Prognostiziert werden für 2020 im Schnitt 28 Minuten Nutzerpräsenz. Android-User verbringen Studien zufolge bis zu 58 Minuten am Tag auf Instagram.

Auch statistisch zeigt sich, dass Instagram aus dem privaten Bereich heraustritt und für Wirtschaftsteilnehmer Attraktivität ausstrahlt. Von allen Usern folgen 90% mindestens einem Business-Profil. Die Story-Funktion wird jeden Tag von 500 Millionen Nutzern beansprucht. Derartiges Potential nutzen auch Unternehmen, um nicht in der Masse unterzugehen. In Folge zeigt sich, dass ein Drittel der betrachteten Stories von Business-Profilen stammen.

Durch die Entwicklung, die Instagram derzeit erlebt, wird das Netzwerk von Statista als das zweitwichtigste Social-Media-System für Marketingzwecke gelistet.

Die Interaktionsintensität zeigt leichte Branchenaffinitäten auf. Dennoch sollten Sie unabhängig von Ihrer Branche nach Interaktions- und Kommunikationsmöglichkeiten mit Nutzern suchen, denn zwei Drittel der Besucher von Business-Profilen sind zu dem Zeitpunkt noch keine Follower.

Fazit

Soziale Medien sind ein probates Mittel, um Reichweite zu generieren. Die extremen Wachstumsraten können schnell verlockend wirken. Dennoch sollten Sie genau selektieren, welche für ein Unternehmen zielgruppenbasiert Sinn ergeben und welche vielleicht den Ressourcen nicht gerecht werden. Instagram jedoch zeigt wachstumstechnisch derart rasante Entwicklungen, dass allein die Menge an Nutzern attraktiv ist. Denn eine Milliarde monatliche Nutzer sind im Idealfall eine Milliarde potenzielle Kunden.

Der Fortschritt an Wirtschaftlichkeit zeigt sich zunehmend. Durch die Vielzahl an Funktionen sind die Anreize für Unternehmen vielschichtig. Bei jüngeren Zielgruppen ist inzwischen sogar mit Prestigeverlust zu rechnen, wenn Ihre Unternehmung nicht repräsentiert wird. Neben dem Prestigewert sind die Bereiche des Markenbranding, der Kundenbindung und sogar der Wahl der Vertriebswege durch Instagram neu definiert.